Wie geht es weiter mit der Stadtmitte am Fluss? Unter diesem Titel hat DIE LINKE im Saarbrücker Stadtrat am 27. April 2010 eine Podiumsdiskussion im Bürgerhaus Dudweiler veranstaltet. Ziel war es, das Für und Wider des Großprojekts mit Experten und den Bürgerinnen und Bürgern zu diskutieren. Denn immerhin ist das Stadtmitte-Projekt für die Stadt und ihre Einwohner eines der größten Vorhaben dieser Zeit. Und so etwas sollte nicht an den Menschen, die in dieser Stadt leben, vorbeigeplant und -entschieden werden.
Rund 150 Menschen sind ins Bürgerhaus gekommen, haben den verschiedenen Argumenten auf dem Podium zugehört und kräftig mitdiskutiert.
Lesen Sie hier eine kurze Zusammenfassung:
Oskar Lafontaine, Bundesvorsitzender der LINKEN, Vorsitzender der Linksfraktion im saarländischen Landtag, Oberbürgermeister a.D. fordert von der Landesregierung mehr politischen Druck auf den Bund. Denn das Projekt müsste von Berlin deutlich stärker bezuschusst werden.
Rolf Linsler, Vorsitzender der Stadtratsfraktion, Landesvorsitzender der LINKEN, erklärte, dass ein Projekt wie die "Stadtmitte am Fluss" nicht von vorneherein abgelehnt werden dürfte. Er erinnerte an andere Großprojekte, die ebenfalls teuer und heftig umstritten waren - sei es die Fußgängerzone Bahnhofsstraße, die Saarbahn oder die Sanierung des Schlosses und des St. Johanner Marktes. Klar aber sei: Das Vorhaben müsse für die Stadt finanzierbar sein, ohne dass etwa an sozialen Projekten gespart werde.
Prof. Dipl. Ing. Günther Niedner, langjähriger Saarbrücker Baudezernent und jetzt Bau-Sachverständiger der LINKEN im Stadtrat, fordert, dass der Bund die gesamten Kosten für die Unterunnelung der Stadtautobahn trägt - immerhin handele es sich ja um eine Bundesautobahn.
Dr. Rena Wandel-Hoefer, Baudezernentin, ist zuversichtlich, das die EU sich mit rund 50 Millionen Euro an der Finanzierung beteiligen wird.
Hans-Jürgen Koebnick, Sprecher des "Förderkreises Stadtmitte am Fluss", Oberbürgermeister a.D., sieht das Projekt als große Chance für die Landeshauptstadt.
Prof. Dr. Heiner Monheim, Professor für Raumentwicklung an der Universität Trier, würde lieber den Autoverkehr auf der bestehenden Autobahn drosseln.












