DIE LINKE.  Saar 


29. April 2020

Tag der Arbeit fällt nicht aus!

Wenn auch an diesem 1. Mai aufgrund der Corona-Pandemie Großveranstaltungen und Demonstrationen ausfallen müssen, so hat der Tag der Arbeit im Kalender trotzdem seine Bedeutung. Dazu der Fraktionsvorsitzende der Linksfraktion im Stadtrat, Michael Bleines:

„Nicht trotz, sondern gerade wegen der Corona-Krise sind wir gegenüber den Beschäftigten zu Solidarität verpflichtet. Viele Arbeiterinnen und Arbeiter, Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer arbeiten zurzeit unter erschwerten Bedingungen, in Kurzarbeit oder im Homeoffice. Viele müssen dafür finanzielle Abstriche in Kauf nehmen. In dem Zusammenhang ist es nur recht und billig, wenn nun beispielsweise das Kurzarbeitergeld erhöht wird. Auch wenn die Arbeit eine Pause machen muss, die Existenz der Beschäftigten muss dennoch gesichert sein.“

An diesem 1. Mai, erläutert Bleines, müsse man auf die großen Signale seitens der Betriebsräte und Gewerkschaften in Form von Großveranstaltungen verzichten. Es sei darum notwendig, dass genügend kleine Signale gesendet würden. Die Stadtratsfraktion beispielsweise bekenne sich anlässlich des Tages der Arbeit – und darüber hinaus – solidarisch mit den Beschäftigten und fordert Betriebsräte und Gewerkschaften auf, die angebotene Solidarität anzunehmen.

„Am Tag der Arbeit sollte aber auch und insbesondere an die Menschen gedacht werden, die keine Arbeit haben. Etwa die zunehmende Zahl der Langzeitarbeitslosen, vor allem hier im Regionalverband Saarbrücken. Unter der rot-rot-grünen Koalition hatte es in der Vergangenheit zahlreiche Initiativen zur Beschäftigung gegeben und mehrere Hundert Langzeitarbeitslose konnten zumindest zeitweilig durch die Landeshauptstadt in Beschäftigungsmaßnahmen gebracht werden. Wenn die jetzige Jamaika-Koalition nicht an diese Tradition anknüpft und sie weiterentwickelt, wird die Arbeit vieler Jahre aufs Spiel gesetzt. Wir fordern daher CDU, FDP und Grüne im Stadtrat auf, dafür zu sorgen, dass weiterhin an Arbeitslose gedacht wird und entsprechende Initiativen entwickelt werden. Darüber hinaus muss auch die Stadtverwaltung sich Gedanken machen, wie unter kommunalen Rahmenbedingungen die finanziellen Negativfolgen der Corona-Krise für Beschäftigte abgefedert werden können. Der 1. Mai ist der passende Zeitpunkt, sich darüber in der Administration Gedanken zu machen.“

 

Quelle: http://www.dielinke-stadtratsfraktion-saarbruecken.de/politik/meldungen/detail/artikel/tag-der-arbeit-faellt-nicht-aus/