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14. September 2020

DIE LINKE im Stadtrat Saarbrücken beantragt Klimaschutzmaßnahmen

Die Linksfraktion im Saarbrücker Stadtrat hat für den nächsten Umweltausschuss zwei Anträge eingereicht; es geht dabei zum einen um die Einrichtung einer kostenfreien Energieberatung für Bürgerinnen und Bürger und zum andern um die Anfertigung eines Solarkatasters für Saarbrücken.

Der umweltpolitische Sprecher der LINKEN, Willi Edelbluth, erläutert die Initiativen:

„Die Jamaika-Koalition ist seit einem Jahr im Amt, aber zum Thema Klimaschutz fällt ihr offenbar nicht viel Neues ein. Da wir uns als LINKE nach wie vor in der umweltpolitischen Tradition von Rot-Rot-Grün sehen, fühlen wir uns verpflichtet, entsprechend eigene Initiativen in den Rat einzubringen. Wir haben uns daher entschlossen, eine Anlaufstelle zur kostenfreien Energieberatung für Bürgerinnen und Bürger zu beantragen. Nach wie vor bietet der Sektor der Privathaushalte enorme Potentiale zur Energieeinsparung. Bürgerinnen und Bürger sind aber oftmals alleine gelassen, wenn es darum geht, konkrete Maßnahmen umzusetzen. Es ist daher sinnvoll und notwendig, dass die LHS eine entsprechende zentrale Beratungsstelle einrichtet, um Bürgerinnen und Bürger in ihren Anliegen um einen besseren Klimaschutz zu unterstützen.“

Als weitere Maßnahme habe die Linksfraktion außerdem die Einrichtung eines Solarkatasters beantragt, in dem fortlaufend bestehende Photovoltaikanlagen registriert werden sollen, führt Edelbluth weiter aus. Die Photovoltaik sei neben der Windenergie ein weiterer nachhaltiger, umweltfreundlicher und klimaneutraler Energielieferant. Eine moderne Großstadt wie Saarbrücken dürfe diese Energiequelle als Klimaschutzmaßnahme nicht vernachlässigen. Ein entsprechendes Solarkataster sei notwendig, um einen Überblick über vorhandene Photovoltaik-Anlagen zu erhalten, Lücken zu erkennen und die Installation von Modulen auf möglichst vielen Dächern Saarbrückens zu forcieren.

„Grundsätzlich müssen wir uns von dem Gedanken befreien, Windenergie sei die allein selig machende und einzig sinnvolle Maßnahme zum Klimaschutz. Gerade in Saarbrücken, einem eher windschwachen Standort mit sehr begrenzten Freiflächen für derartige Anlagen, sollten wir als sonnenreiche Stadt unser Augenmerk sehr viel stärker auf die Photovoltaik richten und diese planmäßig und gezielt ausbauen. Zudem sind auch längst nicht alle denkbaren Energiesparmaßnahmen ausgeschöpft, vor allem bei den Privathaushalten. Hier bestehen Ansatzpunkte, die unbedingt weiterentwickelt werden müssen, wenn wir einen maßgeblichen Beitrag zum Klimaschutz leisten wollen“, erklärt Edelbluth abschließend.