Der Fraktionsvorsitzende der LINKEN im Saarbrücker Stadtrat, Rolf Linsler, hält die jüngsten Attacken der CDU für unglaubwürdig, durchschaubar und einfach lächerlich. „Die Christdemokraten schämen sich jetzt also, mit uns zusammen im Stadtrat zu sitzen? Vielleicht sollten sie mal bei ihren Parteifreunden im Landtag dieselben Maßstäbe ansetzen“, so Linsler. „Es ist ja viel beschämender, mit denen zusammen im Parlament zu sitzen. Denn die besitzen wirklich die Dreistigkeit, für ihre Partei- und Koalitionsfreunde neue, zusätzliche, hoch bezahlte Posten zu schaffen, um gleichzeitig bei den Beschäftigten im Öffentlichen Dienst zu sparen.“
Die Menschen in Saarbrücken hätten nun einmal Rot-Rot-Grün gewählt. „Und jetzt haben wir LINKE gemeinsam mit SPD und Grünen die Chance, zu gestalten und Saarbrücken gerechter zu machen. Wahrscheinlich hält Herr Strobel auch das für beschämend.“
Linsler erinnert an die Debatte um die Wahl des LINKEN-Politikers Harald Schindel zum Dezernenten für Soziales, Bürgerdienste, Sicherheit und Sport. „Dieses Amt ist kein neues und es war jahrelang mit einem Christdemokraten besetzt. Als die CDU bei der Kommunalwahl krachend gescheitert ist, fiel ihr auf einmal ein, dass das Amt, das ihr Parteifreund da ausübt, doch völlig unnötig sein soll. Was sie aber nicht daran gehindert hat, Herrn Borgard im Stadtrat erneut zur Wahl zu stellen – um ein angeblich doch völlig unnötiges Amt. Solche taktischen Spielchen sind leicht durchschaubar.“ Ähnlich verhalte es sich mit der Besetzung von Spitzenpositionen in Verwaltung und Eigenbetrieben der Stadt. „Ist da in der schwarz-gelben Amtszeit etwa niemals ein Christdemokrat berücksichtigt worden? Oder schämt sich Herr Strobel jetzt auch für seine eigene Fraktion? Dann käme er aus dem Schämen ja gar nicht mehr heraus.“