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15. Juni 2020

SPD, DIE LINKE und DIE FRAKTION stellen gemeinsamen Antrag für Erhalt der ‚Saarbrücker Hefte‘

Die drei Oppositionsfraktionen im Saarbrücker Stadtrat, SPD, DIE LINKE und DIE FRAKTION, legen im kommenden Kulturausschuss einen gemeinsamen Antrag auf Weiterfinanzierung der ‚Saarbrücker Hefte‘ vor.

Die jeweiligen Sprecher der Fraktionen, Susanne Commercon-Mohr (SPD), Patricia Schumann (LINKE) und Michael Franke (FRAKTION) sind sich darin einig, dass die saarländische Zeitschrift für Kultur und Gesellschaft ab sofort mit 10.000,- Euro jährlich aus dem städtischen Haushalt gefördert werden soll, nachdem die Finanzierung aus dem Verfügungsfonds des Oberbürgermeisters vor einigen Wochen überraschend gestrichen wurde. Diese Finanzierung soll im Haushaltsjahr 2020 aus Restmitteln des vergangenen Jahres, sowie nicht verausgabten Mitteln aus 2020 erfolgen. Ab 2021 soll die Förderung wieder in dem städtischen Haushalt verankert werden.

Commercon-Mohr, Schumann und Franke erklären: „Die ‚Saarbrücker Hefte‘ sind die älteste Kulturzeitschrift des Saarlandes und eine gesellschaftliche Institution. Sie stellen durch ihre kritische Sicht auf die städtische und saarländische Kulturpolitik jedweder Couleur ein wichtiges Korrektiv für den politischen Betrieb dar und sind dadurch ein wesentlicher Bestandteil unserer demokratisch-pluralistischen Gesellschaft. Mit der kritischen Auseinandersetzung der Geschichte der Landeshauptstadt erweisen sich die Saarbrücker Hefte zudem als „Gedächtnis der Stadt“, das durch die Digitalisierung früherer Ausgaben auch einem breiten Publikum zugänglich gemacht werden soll.

Sie wurden erstmals 1955 vom damaligen Leiter des städtischen Konservatoramtes, Dieter Heinz, herausgegeben. Ab 1957 war das Saarbrücker Kultur- und Schulamt Herausgeber des Blattes. Seit 1989 zeichnet der Verein ‚Saarbrücker Hefte e.V.‘ verantwortlich für das Erscheinen. Bis zum Jahr 2006 wurde die Zeitschrift durchgehend aus Mitteln des städtischen Haushalts finanziert. Nachdem sie zwischenzeitlich aus dem Verfügungsfonds der Oberbürgermeisterin unterstützt wurden, fällt die Verantwortung für den Erhalt der Saarbrücker Hefte nun wieder an den Stadtrat zurück. Ein Ende der Förderung würde die existenzielle Gefährdung der Saarbrücker Hefte bedeuten.“