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26. Februar 2018

Patricia Schumann: Lob für ein gutes Programm beim Internationalen Frauentag

Patricia Schumann, frauenpolitische Sprecherin der Linken im Saarbrücker Stadtrat ist erstaunt über die Auffassung der CDU-Stadtverordneten Elke Masurek, die das Programm des diesjährigen Internationalen Frauentages am 08. März als auf einem Auge blind im Kampf gegen Extremismus bezeichnet. Elke Masurek stört sich daran, dass sowohl die DKP als auch der Frauenverband Courage als Veranstalter*innen mit Programmpunkten vertreten sind.

Schumann: "Im Hinblick auf den Frauenverband erschließt sich mir dieser Vorwurf und diese Sichtweise ganz und gar nicht, bei ihm handelt es sich um eine 1991 von Frauen gegründete Organisation, die sich gegen Unterdrückung und Ungleichbehandlung von Frauen weltweit einsetzt". Der Frauenverband setze sich kämpferisch für die Emanzipation der Frauen ein. "Dies aber als Beleg für eine extreme Denkweise und Weltanschauung zu werten, halte ich für weit hergeholt. Daraus die Forderung abzuleiten, diese aus dem Programm zu streichen, ist falsch.“ Die DKP sei eine von vielen Parteien des demokratischen Spektrums, so Schumann weiter, sie sei nicht verboten und die betreffende Veranstaltung `Armut ist weiblich` zeige den Film `Frauen in der Rentenfalle`, in dem anhand von Beispielen dìeses Problem beleuchtet und belegt werde. Anschließend bestehe die Möglichkeit zur Diskussion - über ein drängendes Thema, das letztendlich uns alle betreffe. Dieses Thema immer wieder in den Fokus der Öffentlichkeit zu rücken, ist laut Schumann, auch sozialpolitische Sprecherin ihrer Fraktion im Saarbrücker Stadtrat, wichtig und sinnvoll. Auch finde sich bestimmt die Möglichkeit, wenn man oder frau dies wolle, mit den Veranstalter*innen über Ziele und Inhalte der Partei zu sprechen. Schumann befürwortet dies: "Ich halte einen Dialog, ein Aufeinander-Zugehen immer für die bessere Alternative zu Verbot oder Boykott. Dennoch ist es natürlich jedem und jeder frei gestellt, ob er oder sie eine solche Veranstaltung besuchen möchte oder nicht. Dieses Recht auf Meinungsfreiheit und Meinungsbildung bietet aber die Chance zur kritischen Auseinandersetzung mit den jeweiligen Parteien oder Verbänden, mit deren Inhalten und Programmen als auch mit der eigenen Einstellung. Ansonsten muss ich den Verantwortlichen zum diesjährigen Programm zum Internationalen Frauentag ein großes Lob und den teilnehmenden Organisationen und Verbänden meinen Dank aussprechen. Das Angebot ist informativ, bunt und vielfältig, kritisch, nachdenklich, abwechslungsreich und ich bin mir sicher, es wird sowohl von Frauen als auch interessierten Männern gut angenommen", so Schumann abschließend.