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7. Dezember 2011 Stadtrat

Rolf Linsler: Saarbrücker sollen über Stadtmitte am Fluss und Stadionumbau bestimmen

DIE LINKE im Saarbrücker Stadtrat lehnt die Forderung des St. Wendeler Bürgermeisters Bouillon und des Neunkircher Oberbürgermeisters Fried nach landesweiten Volksentscheiden über Projekte wie Stadtmitte am Fluss oder den geplanten Umbau des Saarbrücker Ludwigsparkstadions ab. Der Fraktionsvorsitzende Rolf Linsler erklärt: "Einen großen Teil der Kosten trägt die Stadt Saarbrücken. Das Land unterstützt diese Projekte zwar ebenfalls - aber auch Projekte in Neunkirchen, St. Wendel und in anderen Kommunen. Es ist ja auch völlig richtig, dass das Land den Städten und Gemeinden hilft, sich zu entwickeln. Aber die Saarbrückerinnen und Saarbrücker stimmen zu Recht nicht über Landeszuschüsse für Rad- und Gehwege oder den Mountainbike-Marathon in St. Wendel ab und auch nicht über Zuschüsse für Neunkirchen. Deshalb sollten über den Stadionumbau und Stadtmitte am Fluss auch nur die Saarbrückerinnen und Saarbrücker bestimmen. Immerhin sind sie auch von den Baustellen betroffen. Und wenn Jahr für Jahr die Stadtautobahn wieder einmal überschwemmt ist, ist es ihre Stadt, die völlig verstopft ist. Die Saarbrückerinnen und Saarbrücker werden es auch sein, die für Unterhalts- und Betriebskosten aufkommen müssen – sowohl für ein umgebautes Stadion als auch etwa für den Bereich der Berliner Promenade. Außerdem profitieren von diesen Projekten ja auch Menschen außerhalb der Landeshauptstadt: Eine moderne Multifunktionsarena ist ja ein Anziehungspunkt für die ganze Region. Und wenn man der Logik von Bouillon und Fried folgen würde, dann müssten alle Einwohner der Europäischen Union über die Stadtmitte am Fluss abstimmen, weil sie zum Teil auch von der EU gefördert wird.“