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9. Mai 2018

Rot-rot-grün: Stadtrat stellt Weichen für die Zukunft des ÖPNV in Saarbrücken

„Ein attraktiver ÖPNV ist eine wesentliche Voraussetzung für Lebensqualität in der Stadt“, so der Sprecher der SPD-Fraktion für den ÖPNV, Philipp Schneider, und die Fraktionsvorsitzenden von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, Torsten Reif, sowie DIE LINKE, Claudia Kohde-Kilsch, am Rande der aktuellen Stadtratssitzung. „Mit dem Beschluss, die ÖPNV-Leistungen in Saarbrücken in bewährter Form direkt an die Saarbahn AG zu vergeben, haben wir dafür eine wichtige Voraussetzung geschaffen.

Der heute beschlossene Nahverkehrsplan schreibt die Kriterien fest, wie unser Bus- und Bahnverkehr künftig gestaltet werden soll. Nach Einschätzung aller Experten ist davon auszugehen, dass die Direktvergabe gelingen wird und kein zulässiger eigenwirtschaftlicher Antrag eines Konkurrenten eingehen wird. Ein Plan B – ein eigenwirtschaftlicher Antrag der Saarbahn – hat sich weder als sinnvoll noch als notwendig herausgestellt.

Mit der Direktvergabe an unser eigenes Unternehmen können wir auch in Zukunft als Stadt Einfluss auf Fahrpläne, Qualität des Angebots und Serviceleistungen nehmen. Im Nahverkehrsplan schreiben wir wesentliche Verbesserungen im ÖPNV fest, etwa eine bessere Anbindung der Universität, den weiteren Ausbau behindertengerechter Haltestellen, mehr Komfort für Fahrradfahrer sowie einen Einstieg in die Elektromobilität.

Für die Durchsetzung der Direktvergabe war eine schnelle Neufassung des Nahverkehrsplans notwendig. Dabei konnten nicht alle Vorhaben zur ÖPNV-Verbesserung berücksichtigt werden, etwa längerfristige Projekte aus dem Verkehrsentwicklungsplan. Diese Maßnahmen sollen nun zügig vorangetrieben und ihr Fortschritt halbjährlich in den Gremien vorgestellt werden. Auch sollen längerfristig umzusetzende Vorschläge der Bürgerinnen und Bürger in die Neufassung einfließen.

Wir sind überzeugt, dass der ÖPNV mit einem attraktiven Angebot deutlich mehr Zuspruch finden wird. Nur ein attraktiver ÖPNV bietet den Bürgerinnen und Bürgern eine gute Alternative zur Nutzung des Autos“, so Schneider, Reif und Kohde-Kilsch abschließend.