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26.03.2014

Kulturlose CDU

"Wir schätzen die Menschen, die frisch und offen ihre Meinung sagen - vorausgesetzt, sie meinen dasselbe wie wir“, hat schon der US-amerikanische Schriftsteller Mark Twain gewusst. Die CDU im Stadtrat hat diese Weisheit jetzt wieder einmal bestätigt, als sie die bekannte Kabarettistin, Schauspielerin und Autorin Alice Hoffmann als Einzige der sieben Kandidaten bei der Abstimmung zur Bürgermedaille durchfallen ließ. Dabei sind die Verdienste Hoffmanns für unsere Stadt wirklich offensichtlich. Sie hat beispielsweise das Theater Überzwerg mitbegründet, heute das größte professionelle Kinder- und Jugendtheater in der ganzen Region. Zurzeit versucht sie, in unserer Stadt ein Volkstheater zu etablieren. Alice Hoffmann hat sich immer auch für Benachteiligte eingesetzt und etwa jahrelang mit Frauen vom "Aktionskreis Kindergeld und Sozialhilfe“ in Malstatt gearbeitet. Wer diese Verdienste nicht anerkennen will, der ist blind und ahnungslos. Wer Alice Hoffmann die verdiente Ehrung verweigert, nur weil wir LINKE sie vorgeschlagen haben, der zeigt, dass Kultur für ihn keinen Stellenwert hat. Kulturlose konservative Kleingeister in der CDU, die auch das Filmhaus immer wieder in Frage stellen. Sie sollten sich an den schwedischen Dramatiker August Strindberg erinnern, der gesagt hat: „Die ganze Kultur ist eine große, endlose Zusammenarbeit.“ Unsere Stadt braucht unbequeme Persönlichkeiten mit Mut zu einer eigenen Meinung - wie Alice Hoffmann. Oder Dirk Bubel, der aus Protest gegen die Nicht-Wahl Hoffmanns nun auf seine Bürgermedaille verzichtet – dafür hat er meinen größten Respekt. Zum Glück sind solche Persönlichkeiten nicht auf Medaillen angewiesen. Auch die Kleingeistigkeit der CDU kann ihre Verdienste nicht schmälern.

 

23.11.2012

Bürgermedaille für Camera-Gründer

Das Ehepaar Inge und Günther Theis hat am Freitag, 22. November 2012, die Bürgermedaille der Landeshauptstadt Saarbrücken verliehen bekommen. Die Fraktion DIE LINKE hatten beide für diese höchste Auszeichnung der Stadt vorgeschlagen. Das Ehepaar Theis hatte Ende der 50er Jahre in Malstatt das "Camera"-Kino gegründet und damit die Filmkunst nach Saarbrücken gebracht. Mehrfach wurde das Kino wegen seines Programms ausgezeichnet. Das "Camera"-Kino war auch so etwas wie die Keimzelle des "Filmhaus".

 

 

LINKE ehrt „Camera“-Gründer

„Kultur für alle“ – das haben wir LINKE im Kommunalwahlkampf versprochen, das bleibt unser Handlungsmotto. Darum haben wir im Stadtrat auch unermüdlich für die SozialCard gestritten. Damit haben Arbeitslose, Sozialrentner und Hartz-IV-Empfänger jetzt auch die Möglichkeit an vielen Veranstaltungen teilzunehmen, kostenlos in der Stadtbibliothek Bücher auszuleihen und etwa im „Filmhaus“ verbilligten Eintritt zu bekommen. Vielleicht können wir die SozialCard bald auch etwa im Theater oder in einem privaten Kino wie der CameraZwo einführen. Und weil „Kultur für alle“ unsere Maxime ist, hat unsere Fraktion am Donnerstag, 10. Mai,  auch das Ehepaar geehrt, das vor 53 Jahren die Filmkunst nach Saarbrücken gebracht hat: Inge und Günter Theis. Die beiden haben 1959 in der Ludwigstraße 59 in Malstatt das Kino „Camera“ gegründet. Damals lief gerade Alfred Hitchcocks Film „Vertigo“ in den Kinos an, und Bernhard Wickis Anti-Kriegsfilm „Die Brücke“. Auch daran kann man sehen, wie lange das schon her ist. Diese Filme sind längst Klassiker. In der „Camera“, die Ende 1967 an die Berliner Promenade zog, liefen anspruchsvolle und künstlerische Filme, die immer auch unterhaltsam waren, abseits von Heimatfilmen, Schlager-Schnulzen und den ganz großen Kassenschlagern. Mehrmals wurden Inge und Günter Theis für das abwechslungsreiche Programm ausgezeichnet. Unvergessen etwa auch das Metro-Goldwyn-Meyer-Festival Mitte der 60er Jahre, bei dem Filme von Stars wie Clark Gable, Ava Gardner, Liz Taylor oder Paul Newman gezeigt wurden. Auch wenn die „Camera“ nicht mehr existiert – die Kinogründer haben durch ihr Engagement Spuren hinterlassen. Ihr Filmtheater war die Keimzelle des Max-Ophüls-Festivals und auch so etwas wie der Wegbereiter für das „Filmhaus“. Mehr zum Thema