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30.01.2013

In die Zukunft Saarbrückens investieren

Es ist ein Jammer: Ob Eventhalle, Saar-Philharmonie oder Untertunnelung der Stadtautobahn - immer wieder werden hier in Saarbrücken neue größere Projekte in den schillerndsten Farben dargestellt, und dann ganz schnell wieder fallen gelassen. Weil der Mut fehlt, Entscheidungen zu treffen und zu diesen Entscheidungen auch zu stehen. Weil der Mut fehlt, in die Stadt und die Region zu investieren. Stadt und Land müssen endlich wieder gestalten, nicht nur verwalten! Dabei müssen aber auch die demokratischen Spielregeln eingehalten werden. Es ist unerhört, dass die Abgeordneten des Landtags und die Mitglieder des Saarbrücker Stadtrates die Machbarkeitsstudie zum Stadion-Umbau noch nicht zu Gesicht bekommen haben, während Ministerpräsidentin und Oberbürgermeisterin auf dieser Grundlage ihre einsame Entscheidung treffen. Das ist eine Entmündigung der Abgeordneten. Wir LINKE waren im Stadtrat für den größeren Umbau des Stadions - denn um einen kompletten Neubau ging es ja nie. Wir waren wie SPD und CDU, wie Frau Britz und Frau Kramp-Karrenbauer dafür, weil es eben nicht nur darum ging, dem 1. FC Saarbrücken ein besseres Umfeld zu geben. Sondern weil dort neben attraktiven Fußballspielen auch wieder Konzerte und Großveranstaltungen stattfinden sollten. Das hätte viele Besucher aus der ganzen Großregion angelockt. Davon hätten Handel und Gastronomie profitiert, und die Stadt hätte mit zusätzlichen Eintrittsgeldern für Großveranstaltungen und höhere Mieteinnahmen rechnen können. Wenn sich nun herausstellt, dass die Kosten aus dem Ruder zu laufen drohen, muss man darüber reden - aber fair und sauber. Und das heißt, dass den Mitgliedern des Landtags und des Stadtrates die Studie vorgelegt und dann ergebnisoffen darüber diskutiert wird.

20.04.2011

Umbau des Stadions zur Multifunktionierungsarena ist gut für Stadt und Region

Es klingt ja durchaus einleuchtend: Die Stadt ist hoch verschuldet, weder vom Land noch vom Bund ist Hilfe zu erwarten – also kann Saarbrücken keine Millionen für neue Projekte ausgeben. Ganz wie zuhause in der Familie: Wenn kein Geld da ist, kann man sich eben kein neues Auto leisten. Klingt einleuchtend – richtig ist es deshalb noch lange nicht. Denn dann könnten wir den Laden gleich dicht machen. Im Gegenteil: Saarbrücken braucht nach langen Jahren des Zögerns, Zauderns und Abwartens endlich wieder richtungweisende Investitionen. Investitionen, die der ganzen Stadt nutzen, und die uns in Zukunft helfen werden, den Haushalt weiter zu verbessern. Durch den Umbau des Ludwigsparkstadions bekommt die Landeshauptstadt eine moderne Multifunktions-Arena, in der neben Fußballspielen auch endlich wieder Konzerte und Großveranstaltungen stattfinden können. Das lockt Besucher in unsere Stadt, die natürlich auch hier Geld ausgeben. Und das wiederum freut den Einzelhandel. Außerdem ist und bleibt die Stadt Besitzer des Ludwigsparkstadions. Auch ohne Umbau müssten wir in den nächsten Jahren Millionen ausgeben, damit der in die Jahre gekommene Bau nicht zusammenkracht. Durch den Umbau kann die Stadt aber den Haushalt deutlich verbessern, durch höhere Mietzahlungen und neue Veranstaltungen. Was unser Sportdezernent Harald Schindel da mit ausgehandelt hat, kann sich also sehen lassen. Und Investitionen wie diese werden die wichtigen Projekte im sozialen Bereich nicht schmälern. Der Ausbau des kostenfreien Mittagessens geht natürlich trotz Stadionumbaus voran, im nächsten Schuljahr werden drei weitere Schulen folgen. Im Sommer wird Saarbrücken auch einen Sozialpass bekommen. Und gleichzeitig fördern wir den Sport auch in den Stadtteilen – etwa durch Unterstützung beim Bau von Kunstrasenplätzen.