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Pressemitteilung zum andauernden Saarbahnstreik

Die Solidarität im Arbeitskampf nicht vergessen!

Den gesamten Sommer inzwischen sehen sich die Bewohner der Landeshauptstadt mit den Auswirkungen des Saarbahn-Streiks konfrontiert. Die Nerven liegen zunehmend blank; Pendler kommen nicht pünktlich zur Arbeit und Kinder nicht zur Schule. Nicht einmal die Lokführer selbst scheinen rechtzeitig zu wissen, ob jetzt gerade Streikperiode ist oder nicht und der Schienenersatzverkehr wirft häufig mehr Fragen auf, als er beantwortet.

Die Fraktion DIE LINKE im Saarbrücker Stadtrat fordert die Streikparteien auf, zügig an den Verhandlungstisch zurückzukehren und zu einer Einigung zu finden. Des Weiteren wird die Geschäftsführung aufgefordert, bis zur Wiederaufnahme des regulären Betriebs eine vollständige Abdeckung mit Schienenersatzverkehr zu gewährleisten, um den Kunden dringend benötigte Planungssicherheit zurückzugeben.

Des Weiteren möchte die Fraktion daran erinnern, dass Arbeitskampf zwar grundsätzlich begrüßenswert ist, es dem Betriebsfrieden allerdings nicht dient wenn gerade eine Berufsgruppe innerhalb der Belegschaft darauf beharrt, dass ihnen mehr zustünde als den anderen. Dergleichen kann einen ganzen Betrieb entzweien.

Auch die Auswirkungen auf die sozial Schwächsten werden nicht hinreichend bedacht, kritisiert die Fraktionsvorsitzende Jasmin Pies. „Am stärksten von den Streiks betroffen sind Menschen, die sich kein eigenes Auto leisten können; am stärksten betroffen sind Schüler und Menschen die einen Rollstuhl oder Rollator benötigen. Dieser Arbeitskampf wird nicht auf dem Rücken des Kapitals, sondern auf dem Rücken der Schwächsten ausgetragen.“

„Schon den ganzen Sommer lang haben die Besitzer von Dauerkarten zu Recht das Gefühl, ihr Geld wegzuwerfen. Solange die Abos laufen, hat die Saarbahn verhältnismäßig wenig Grund, sich um die Streiks zu kümmern“, führt Pies weiter aus. „In anderen Ländern ist es gängig, dass Verkehrsbetriebe bestreikt werden, indem die Fahrer ihre üblichen Touren machen, ohne Fahrscheine abzurechnen. Nur als Beispiel, um daran zu erinnern, dass es möglich ist, Arbeitskampf tatsächlich gegen die Betriebe zu führen – und nicht gegen die eigenen Nachbarn.“

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